Landesdatenbank „Schmetterlinge Baden-Württembergs“ (LDS)



Kooperationsprojekt des Ressorts Lepidoptera der Entomologischen Abteilung mit der Naturschutzverwaltung Baden-Württembergs (LUBW) und der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe (>100 ehrenamtliche Mitarbeiter). Mit ihm wird die Grundlagenforschung zu den Schmetterlingen Baden-Württembergs fortgesetzt. Die faunistische Forschung, das Erfassen von Meldungen zu Lepidopteren aus dem Gebiet Baden-Württembergs und deren Dokumentation für den Naturschutz in der Landesdatenbank Schmetterlinge (LDS) konnte Dank eines im Jahr 2005 unterzeichneten Kooperationsvertrages zwischen der LUBW und Naturkundemuseum Karlsruhe wieder intensiviert werden.Ziel des Projektes ist es, die einheimischen Arten der Schmetterlinge Baden-Württembergs hinsichtlich Vorkommen, Phänologie, Habitat und ihrer Gefährdung genau zu beschreiben und diese Informationen in der LDS für Forschung und Naturschutz bereitzuhalten. Vorrangig im Fokus sind die 1167 Arten der Tag- und Nachtfalter, sog. Großschmetterlinge; Daten zu den Kleinschmetterlingen (Microlepidoptera) werden mit gesammelt. Die LDS bildet die Grundlage für alle auf die Erhaltung gefährdeter Schmetterlingspopulationen gerichteten Maßnahmen, die im Rahmen des Artenschutzprogramms des Landes Baden-Württemberg (ASP) durchgeführt und von der LUBW betreut werden. Auch die Roten Listen, die Bereitstellung von Kenntnissen über die FFH-Arten, die entomologische Grundlagenforschung usw. fußen auf der LDS.

Als wichtiges Teilprojekt zur Schmetterlingsfauna Baden-Württemberg steht die Tagfalterdatenbank Baden-Württembergs, gefördert durch die Klaus-Tschira-Stiftung gGmbH. In diesem Projekt werden alle dokumentierten Tagfalterbeobachtungen aus Baden-Württemberg von 1800, dem Beginn der faunistischen Aufzeichnungen, bis 2001 EDV-erfasst.


Rote Liste der Geometridae und Drepanidae Deutschlands

Ein Projekt der angewandten Forschung mit Nutzung der o.g. LDS ist das Erstellen einer aktualisierten Fassung der Roten Liste der Geometridae und Drepanidae Deutschlands. Sie wird vom Karlsruher Naturkundemuseum aus koordiniert. Zusammen mit repräsentativ für alle Bundesländer ausgewählten Landesbearbeitern wird das neue Rote-Liste-Kriteriensystem des Bundesamtes für Naturschutz auf die zu behandelnden 450 Arten angewandt